German Danish English French Italian Norwegian Polish Russian Spanish Swedish

Nach F. G.Waldmüller - Ein Hund bewacht Trauben in einem Korbe

Nach F. G.Waldmüller - Ein Hund bewacht Trauben in einem Korbe
Nach F. G.Waldmüller - Ein Hund bewacht Trauben in einem Korbe Nach F. G.Waldmüller - Ein Hund bewacht Trauben in einem Korbe Nach F. G.Waldmüller - Ein Hund bewacht Trauben in einem Korbe Nach F. G.Waldmüller - Ein Hund bewacht Trauben in einem Korbe Nach F. G.Waldmüller - Ein Hund bewacht Trauben in einem Korbe Nach F. G.Waldmüller - Ein Hund bewacht Trauben in einem Korbe Nach F. G.Waldmüller - Ein Hund bewacht Trauben in einem Korbe

Öl auf Holztafel, mit feinem Craquelé, datierbar um 1840.

Sehr schöne und ausdrucksstarke Darstellung eines Spitz‘, der einen Korb mit Weintrauben bewacht. Die Vorlage für dieses Gemälde schuf der österreichische Maler Ferdinand Georg Waldmüller 1836 unter dem Titel „Ein Hund bewacht Trauben in einem Korbe, im Hintergrund Blick auf die Heiligenstädter Kirche und die Donau“.

Der österreichische Maler Ferdinand Georg Waldmüller gilt als einer der wichtigsten Künstler Österreichs und der Biedermeierzeit insgesamt. Waldmüller wurde 1793 in Wien geboren und besuchte dort von 1807 und 1813 die Kunstakademie. Bereits 1810 erhielt der junge Künstler den begehrten Gundelpreis.

Er wirkte zunächst als freischaffender Künstler und erwarb seinen Lebensunterhalt durch Ausführung von Porträts als Miniaturist und Zeichenlehrer. Durch seine Heirat mit einer Sängerin folgten in den kommenden Jahren mehrere Wohnortwechsel; so zog er u.a. nach Baden bei Wien, Brünn und Prag. Waldmüller verdingte sich in dieser Zeit als Kulissenmaler am Theater. 1817 erhielt seine Ehefrau ein Engagement am Kärntnertortheater in Wien, wo er fortan lebte.

Im Auftrag eines Leipziger Verlags schuf er 1823 eines der später bekanntesten Porträts von Ludwig van Beethoven. 1827 erhielt er den Auftrag, Kaiser Franz I. zu porträtieren, was ihm zunehmend andere Aufträge aus Adelskreisen eintrug. Zwischen 1825 und 1844 absolvierte Waldmüller einige Studienreisen nach Italien. 1829 erhielt er eine Anstellung in der Gemäldesammlung der Akademie mit dem Titel und Rang eines Professors.

1835 wurde Waldmüller ordentlicher Rat der Akademie, 1836 erstellte er gemeinsam mit Joseph von Führich (1800-1876), einem Historienmaler und Maler religiöser Szenen, einen Katalog der Gemäldegalerie. Mit der Akademie geriet Waldmüller jedoch zusehends in Konflikt, weil er das Naturstudium gegenüber dem akademischen Kopieren alter Meister bevorzugte. Der einflussreiche Politiker und Diplomat Klemens Wenzel Lothar von Metternich (1773-1859) schützte und protegierte Waldmüller, konnte aber schließlich nicht verhindern, dass seine Reformvorschläge abgelehnt wurden und er 1850 zunächst sein Atelier an der Akademie verlor und 1857 von seinem Posten suspendiert wurde.

Nach einer erneuten Heirat und finanziellen Schwierigkeiten gelang es Waldmüller ab 1856 wieder, Erfolge zu feiern und seine Werke auch im Ausland auszustellen. 1864 wurde er schließlich von Kaiser Franz Joseph rehabilitiert. Ferdinand Georg Waldmüller starb im Alter von 72 Jahren am 23. August 1865 in Hinterbrühl bei Wien.

Waldmüller war bereits zu Lebzeiten ein erfolgreicher und anerkannter Künstler und gilt als eine der wichtigsten Künstlerpersönlichkeiten seiner Zeit. Mit seiner nachdrücklich vertretenen Meinung, ein Künstler müsse das genaue Studium der Natur und die Arbeit unter freiem Himmel gegenüber einer akademischen Malerei in einem Atelier bevorzugen, erwies er sich als außerordentlich modern und ebnete den Weg für die Freilichtmalerei. Die Darstellung des Lichts und der Lichtstimmungen sind das zentrale Thema aller seiner Werke.

In Wien gibt es den nach ihm benannten Waldmüllerpark, ferner gibt es in Österreich und Deutschland diverse Waldmüllerstraßen.

Seine Werke befinden sich weltweit in den renommiertesten Kunstmuseen, so z.B. in der Alten Nationalgalerie Berlin, in der Österreichischen Galerie Belvedere in Wien, dem Wien Museum, der Neuen Pinakothek in München, dem Museum Oskar Reinhart in Winterthur, der Eremitage in Sankt Petersburg, der Galerie Neue Meister in Dresden, der National Gallery of Art in Washington und vielen anderen Museen.

Gegen Aufpreis fertigen wir gerne einen Rahmen nach Kundenwunsch für das Gemälde. Für einen passenden Rahmen schauen Sie gerne unter folgendem Link:

Rahmen nach Maß

Literatur:
Günther Meißner, K.G. Saur Verlag (Hrsg.): Allgemeines Künstlerlexikon. Die bildenden Künstler aller Zeiten und Völker. München, Leipzig: K.G. Saur, 1996f. (Zugriff über die Online-Ausgabe von De Gruyter)

Maße:
Höhe: 44,5 cm (ohne Rahmen)
Breite: 55 cm (ohne Rahmen)

 

Möbel Nr.: GEM644
Preis: 2.400,00€
1.000,00€*

* Aktionspreise sind nicht mit weiteren Preisnachlässen kombinierbar und gelten für Stücke im jetzigen Zustand ohne eventuelle Restaurierung.